Wien · Hauptspeise

Wiener Saftgulasch

Rindfleisch vom Wadschinken, lange geschmort mit ebenso viel Zwiebeln und edelsüßem Paprika – sämig, würzig und am nächsten Tag noch besser.

Beispielfoto. Foto: Rkolarsky, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Zutaten

6 Portionen

  • 1 kg Rindswadschinken
  • 1 kg Zwiebeln
  • 80 g Schweineschmalz oder Öl
  • 1 EL Paradeismark
  • 3 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL Essig
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 TL Kümmel, gemahlen
  • 1 TL Majoran, getrocknet
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 1 l Wasser oder Rindsuppe

Dazu

  • Semmeln, Salzstangerl oder Nockerl

Zubereitung

  1. Zwiebeln fein schneiden und im Schmalz bei mittlerer Hitze 20–30 Minuten langsam goldbraun rösten. Hier entsteht der Geschmack – Geduld lohnt sich.
  2. Paradeismark kurz mitrösten. Den Topf vom Herd nehmen, Paprikapulver einrühren und sofort mit Essig und einem Schuss Wasser ablöschen, damit der Paprika nicht bitter wird.
  3. Fleisch in etwa 4 cm große Würfel schneiden und mit Knoblauch, Kümmel, Majoran und Salz dazugeben. Nur so viel Wasser angießen, dass das Fleisch knapp bedeckt ist.
  4. Zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 2–2 ½ Stunden schmoren, gelegentlich umrühren und bei Bedarf Wasser nachgießen.
  5. Sobald das Fleisch weich ist, offen einkochen lassen, bis der Saft sämig ist und sich an der Oberfläche rot glänzendes Fett absetzt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Mit Semmeln, Salzstangerl oder Nockerl servieren.

Tipps

  • Gleich viel Zwiebeln wie Fleisch – sie binden den Saft, Mehl braucht es nicht.
  • Gulasch schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag noch besser und lässt sich gut einfrieren.
  • Als Fiakergulasch mit Frankfurter Würstel, Spiegelei und Essiggurkerl servieren.

Wiener Saftgulasch im Video

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Was unterscheidet Wiener Saftgulasch vom ungarischen Gulyás?

Das ungarische Gulyás ist eher eine Suppe, das Wiener Saftgulasch ein Schmorgericht mit dickem, glänzendem Saft. Das Geheimnis ist die Zwiebelmenge: gleich viel Zwiebeln wie Fleisch, lange geröstet und verkocht, binden die Sauce ganz ohne Mehl.

Welches Fleisch gehört ins Gulasch?

Wadschinken, also die Rinderwade. Sie ist reich an Bindegewebe, das beim langen Schmoren zu Gelatine wird – dadurch bleibt das Fleisch saftig und der Saft sämig. Mageres Fleisch wird dagegen trocken. Mehr über die Stadt steht auf der Seite Wien entdecken.

Häufige Fragen

Wie viel Zwiebel gehört ins Gulasch?

Etwa gleich viel Zwiebeln wie Fleisch, also für ein Kilo Fleisch ein Kilo Zwiebeln. Sie zerfallen beim Schmoren und binden den Saft.

Warum nimmt man den Topf beim Paprika vom Herd?

Paprikapulver verbrennt bei großer Hitze sehr schnell und wird dann bitter. Vom Herd genommen und sofort abgelöscht, behält er Farbe und Aroma.

Was ist ein Fiakergulasch?

Ein Saftgulasch, serviert mit Frankfurter Würstel, Spiegelei, Essiggurkerl und oft einem Semmelknödel – benannt nach den Wiener Fiakerkutschern.

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Rezept: Redaktion wanderland.at · zuletzt überarbeitet am 28. September 2026