Sanfte Hügel, Weinberge und der Neusiedler See: Burgenland bietet entspannte Natur- und Kulturwanderungen in einzigartiger Landschaft.
Das jüngste und flachste Bundesland – erst 1921 kam es zu Österreich. Im Norden liegt der Neusiedler See, der einzige Steppensee Mitteleuropas: nirgends tiefer als zwei Meter, umgeben von Schilfgürtel und Salzlacken. Im Süden geht das Land in Hügel und Streuobstwiesen über. Dazwischen: Wein, Burgen und mehr Sonne als anderswo.
Eigene Touren haben wir hier noch keine – wenn du eine kennst, freuen wir uns über deine Einreichung.
Neusiedler See bei RustSonnenaufgang über dem Steppensee – Schilf, Salzlacken, Störche.
PodersdorfDer Ort mit dem freien Seezugang – ohne Schilfgürtel davor.Wer im Burgenland unterwegs ist, geht selten steil bergauf. Der höchste Punkt, der Geschriebenstein an der ungarischen Grenze, misst 884 Meter. Dafür bietet das Land etwas, das andere nicht haben: weite Sicht über flaches Gelände, Schilfgürtel und Salzlacken, in denen Vogelarten leben, die es sonst in Österreich nicht gibt.
Der Neusiedler See lässt sich in drei bis vier Tagen umrunden – zu Fuß oder mit dem Rad auf dem 125 Kilometer langen Radweg, der auch durch Ungarn führt. Im Süden ziehen sich sanfte Hügel durch das Südburgenland, mit dem Weinidyllweg und dem Naturpark Geschriebenstein.
Auch hier bauen wir die Tourensammlung erst auf. Wenn du eine Runde kennst, die hier stehen sollte, kannst du sie einreichen.
Der Neusiedler See ist eine Ausnahmeerscheinung: rund 320 Quadratkilometer groß, aber im Schnitt nur etwa 1,5 Meter tief. Er hat keinen nennenswerten Zufluss und keinen Abfluss – sein Wasserstand hängt vom Niederschlag ab, und historisch ist er mehrfach ganz ausgetrocknet.
Weil er so flach ist, wird er im Sommer schnell warm, oft über 25 Grad. Der Wind macht ihn zu einem der besten Segel- und Surfreviere Europas. Rund um den See liegen die Salzlacken des Seewinkels, in denen Löffler, Säbelschnäbler und Silberreiher brüten.
Der Schilfgürtel ist bis zu fünf Kilometer breit; freien Seezugang haben nur wenige Orte, darunter Podersdorf.
Der Name kommt von den Burgen, und die stehen bis heute: Burg Forchtenstein mit ihrer Waffensammlung, Burg Bernstein, Burg Güssing auf einem erloschenen Vulkankegel. Schloss Esterházy in Eisenstadt war Sitz der Fürstenfamilie, bei der Joseph Haydn fast vierzig Jahre lang als Kapellmeister angestellt war.
Das Burgenland ist außerdem ein Weinland: Blaufränkisch aus dem Mittelburgenland, Zweigelt und Süßweine aus dem Seewinkel, wo der Nebel über den Lacken die Edelfäule begünstigt. Rust ist bekannt für seinen Ausbruch – und für die Störche, die auf den Kaminen der Altstadt nisten.
Für Burgenland haben wir noch keine eigene Tour mit GPX-Track erfasst – die Beiträge weiter unten führen aber schon in die Region. Kennst du eine Runde, die hierher gehört? Tour einreichen.
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Alle WanderungenWas man nach der Tour auf der Hütte isst, lässt sich auch zu Hause kochen – mit Zutaten, Anleitung und Video.
VideoGebäck · 2 Std. 25 Min.April und Mai – Vogelzug im Seewinkel, Radfahren bei angenehmen Temperaturen.
Juni bis August – Badesaison; der See wird über 25 Grad warm, dazu Seefestspiele in Mörbisch.
September und Oktober – Weinlese, Sturm, die ruhigste und klarste Zeit.
November bis März – still; in kalten Wintern friert der See zu und wird zur Eislauffläche.
Mit dem Auto: A4 Ostautobahn von Wien in den Seewinkel, A3 nach Eisenstadt, A2 und S31 in den Süden. Von Wien sind es rund 50 Kilometer.
Mit der Bahn: Eisenstadt und Neusiedl am See sind von Wien aus in unter einer Stunde erreichbar.
Vor Ort: Rund um den See fahren im Sommer Schiffe zwischen den Orten; das Radwegenetz ist dicht und flach.
Wie tief ist der Neusiedler See?
Im Durchschnitt nur etwa 1,5 Meter, an der tiefsten Stelle rund 1,8 Meter. Er ist der einzige Steppensee Mitteleuropas und hat weder nennenswerten Zufluss noch Abfluss.
Welcher ist der höchste Berg im Burgenland?
Der Geschriebenstein mit 884 Metern an der Grenze zu Ungarn. Auf dem Gipfel steht ein Aussichtsturm, der genau auf der Staatsgrenze liegt.
Seit wann gehört das Burgenland zu Österreich?
Seit 1921. Davor war das Gebiet Teil Ungarns; nach dem Ersten Weltkrieg kam es aufgrund der Verträge von Saint-Germain und Trianon zu Österreich. Es ist damit das jüngste Bundesland.
Wo hat der Neusiedler See freien Seezugang?
Vor allem in Podersdorf am See – dort reicht der Schilfgürtel nicht bis ans Ufer. An den meisten anderen Orten führen Kanäle durch das Schilf zu den Strandbädern.
Zuletzt überarbeitet: 6. September 2026