Niederösterreich · Nachspeise

Wachauer Marillenknödel

Reife Marillen im flaumigen Topfenteig, gewälzt in Butterbröseln – der Sommerklassiker aus der Wachau.

Beispielfoto. Foto: fabulousfabs, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Zutaten

4 Portionen (8 Knödel)

Topfenteig

  • 250 g Topfen (20 % Fett i. Tr.)
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 120 g griffiges Mehl
  • 30 g Grieß

Fülle

  • 8 reife Marillen
  • 8 Stück Würfelzucker

Butterbrösel

  • 80 g Butter
  • 100 g Semmelbrösel
  • 2 EL Kristallzucker
  • 1 TL Zimt (nach Belieben)
  • Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Topfen, Butter, Ei und Salz glatt verrühren. Mehl und Grieß einarbeiten und den Teig zugedeckt 30 Minuten kühl rasten lassen.
  2. Marillen waschen, mit einem Kochlöffelstiel den Kern herausdrücken und an seiner Stelle ein Stück Würfelzucker hineinstecken.
  3. Teig mit bemehlten Händen zu einer Rolle formen, in 8 Stücke teilen, jedes flach drücken, eine Marille darin einschlagen und zu einem glatten Knödel formen. Gut verschließen.
  4. Knödel in leicht wallendem, leicht gesalzenem Wasser 12–15 Minuten ziehen lassen.
  5. Inzwischen Butter in einer Pfanne aufschäumen, die Brösel darin goldbraun rösten und Zucker und Zimt untermischen.
  6. Knödel mit einem Siebschöpfer herausheben, gut abtropfen lassen, in den Butterbröseln wälzen und mit Staubzucker bestreut servieren.

Tipps

  • Die Marillen sollen reif, aber noch fest sein – zu weiche Früchte weichen den Teig auf.
  • Nach dem Einlegen den Topf leicht rütteln, damit die Knödel nicht am Boden kleben.
  • Übrige Knödel roh einfrieren und gefroren kochen, die Garzeit verlängert sich um einige Minuten.

Wachauer Marillenknödel im Video

Video: Holidays in Austria auf YouTube. Erst mit dem Klick auf das Bild wird das Video von YouTube (youtube-nocookie.com) geladen. Das Video stammt nicht von wanderland.at; Mengen und Schritte können vom Rezept oben abweichen.

Warum gerade Marillen aus der Wachau?

Die Wachauer Marille ist als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen. Das Klima im Donautal zwischen Melk und Krems – warme Tage, kühle Nächte – gibt ihr ein intensives Aroma. Wenn die Marillenbäume im Frühling blühen, ist das Tal ein beliebtes Wanderziel; geerntet wird im Sommer.

Topfenteig, Erdäpfelteig oder Brandteig?

Alle drei sind in Österreich üblich. Topfenteig ist am flaumigsten und am schnellsten gemacht, Erdäpfelteig etwas fester, Brandteig besonders leicht. Hier steht die Topfenvariante, die in vielen Haushalten Standard ist. Mehr über das Land steht auf der Seite Niederösterreich entdecken.

Häufige Fragen

Wann ist Marillenzeit in der Wachau?

Geerntet wird im Sommer, je nach Witterung und Lage meist im Juli. Die Blüte fällt ins Frühjahr.

Kann man tiefgekühlte Marillen verwenden?

Ja, angetaut und gut abgetupft. Frische, reife Marillen schmecken aber deutlich besser.

Wozu der Würfelzucker in der Marille?

Er ersetzt den Kern, süßt säuerliche Früchte und schmilzt beim Kochen zu einem kleinen Sirup im Inneren.

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Rezept: Redaktion wanderland.at · zuletzt überarbeitet am 28. September 2026