Wien · Mehlspeise

Wiener Apfelstrudel

Hauchdünn gezogener Strudelteig, saftige Äpfel, Zimt und Butterbrösel – die bekannteste Mehlspeise der Wiener Küche.

Beispielfoto. Foto: Geolina163, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zutaten

1 Strudel (ca. 10 Stück)

Strudelteig

  • 250 g glattes Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Öl
  • ca. 125 ml lauwarmes Wasser

Fülle

  • 1,5 kg säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop)
  • Saft von ½ Zitrone
  • 100 g Kristallzucker
  • 1 TL Zimt
  • 60 g Rosinen (nach Belieben, in Rum eingeweicht)
  • 50 g Walnüsse, gehackt (nach Belieben)

Butterbrösel

  • 80 g Butter
  • 100 g Semmelbrösel

Außerdem

  • 100 g flüssige Butter zum Bestreichen
  • Staubzucker

Zubereitung

  1. Mehl, Salz, Öl und Wasser 5–10 Minuten zu einem seidig glatten Teig kneten. Zur Kugel formen, mit Öl bestreichen und zugedeckt 30 Minuten rasten lassen.
  2. Brösel in Butter goldbraun rösten. Äpfel schälen, entkernen, blättrig schneiden und mit Zitronensaft, Zucker, Zimt, Rosinen und Nüssen vermischen.
  3. Backrohr auf 190 °C vorheizen. Ein großes Tuch bemehlen, den Teig darauf ausrollen und dann mit den Handrücken von der Mitte nach außen hauchdünn ausziehen. Die dicken Ränder abschneiden.
  4. Teig mit flüssiger Butter beträufeln, die Butterbrösel auf zwei Dritteln der Fläche verteilen und die Äpfel darauf verteilen.
  5. Mithilfe des Tuchs einrollen, die Enden einschlagen und den Strudel mit der Naht nach unten auf ein befettetes Blech legen. Mit Butter bestreichen.
  6. 40–45 Minuten goldbraun backen, dabei zwischendurch mit Butter bestreichen. Lauwarm mit Staubzucker servieren, dazu Schlagobers oder Vanillesauce.

Tipps

  • Der Teig ist dünn genug, wenn man eine Zeitung darunter lesen kann – so lautet die alte Wiener Faustregel.
  • Kleine Löcher im Teig sind kein Problem, sie verschwinden beim Einrollen.
  • Die Butterbrösel saugen den Apfelsaft auf und halten den Teig knusprig.

Wiener Apfelstrudel im Video

Video: Himmlisch auf YouTube. Erst mit dem Klick auf das Bild wird das Video von YouTube (youtube-nocookie.com) geladen. Das Video stammt nicht von wanderland.at; Mengen und Schritte können vom Rezept oben abweichen.

Dieses Video findest du auch in unserer Videosammlung.

Wie alt ist der Wiener Strudel?

Das älteste bekannte Strudelrezept ist ein handgeschriebenes Rezept für einen Milchrahmstrudel aus dem Jahr 1696, das in der Wienbibliothek im Rathaus aufbewahrt wird. Der gezogene Teig gilt als Erbe osmanischer und ungarischer Einflüsse, die über Ungarn nach Wien kamen.

Muss der Teig selbst gezogen werden?

Für das Original ja – der hauchdünne, knusprige Teig macht den Unterschied. Wer es eilig hat, nimmt Strudelteig aus dem Kühlregal; Blätterteig ergibt dagegen ein ganz anderes Gebäck. Mit demselben Teig gelingt auch der Wiener Topfenstrudel. Mehr über die Stadt steht auf der Seite Wien entdecken.

Häufige Fragen

Welche Äpfel eignen sich für Apfelstrudel?

Säuerliche, aromatische Sorten wie Boskoop, Elstar oder Topaz. Sie behalten beim Backen etwas Biss und bringen Säure in die süße Fülle.

Wozu braucht man die Butterbrösel?

Sie saugen den Saft der Äpfel auf, damit der Teig nicht durchweicht, und geben ein feines, nussiges Aroma.

Kann man Apfelstrudel vorbereiten?

Ungebacken lässt er sich gut einfrieren und gefroren backen – die Backzeit verlängert sich um etwa 15 Minuten. Gebacken schmeckt er am besten am selben Tag.

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Rezept: Redaktion wanderland.at · zuletzt überarbeitet am 28. September 2026