Vorarlberg · Frühstück

Vorarlberger Riebel

Gerösteter Maisgrieß aus dem Rheintal – das traditionelle Bauernfrühstück, mit Apfelmus und Milchkaffee.

Beispielfoto. Foto: Giacomo1970, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Zutaten

4 Portionen

  • 250 g Riebelmais (heller Maisgrieß) oder halb Maisgrieß, halb Weizengrieß
  • 500 ml Milch
  • 250 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 60 g Butter oder Butterschmalz

Zum Servieren

  • Apfelmus, Zwetschkenröster oder Holunderkompott
  • Milchkaffee

Zubereitung

  1. Milch, Wasser und Salz aufkochen. Den Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen und bei kleiner Hitze etwa 5 Minuten zu einem dicken Brei kochen.
  2. Topf zudecken und den Brei mindestens 2 Stunden, am besten über Nacht, quellen lassen.
  3. Butter in einer großen, schweren Pfanne erhitzen. Den Brei hineingeben und mit einer Bratschaufel immer wieder wenden und zerstoßen, bis kleine, bröselige Klümpchen entstehen – das ist das „Riebeln“.
  4. Bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten weiterrösten, bis der Riebel rundum goldbraun und knusprig ist.
  5. Heiß mit Apfelmus oder Kompott servieren – traditionell mit einer Schale Milchkaffee zum Eintunken.

Tipps

  • Süß mag man ihn mit etwas Zucker bestreut, pikant mit Speckwürfeln oder geriebenem Käse.
  • Eine gusseiserne Pfanne sorgt für die gleichmäßig knusprige Kruste.
  • Riebel lässt sich gut in einer Dose als sättigender Proviant auf eine Tour mitnehmen.

Vorarlberger Riebel im Video

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Was ist Riebel?

Riebel – auch Ribel oder Törggaribel – ist ein gerösteter Maisgrieß aus dem Vorarlberger und Schweizer Rheintal. Der Name kommt vom „Riebeln“, dem Zerreiben des gequollenen Breis in der Pfanne. Lange war Riebel das tägliche Essen der Landbevölkerung: günstig, sättigend und mit Milchkaffee ein vollständiges Frühstück.

Welcher Mais ist der richtige?

Für echten Riebel nimmt man Riebelmais, einen hellen Maisgrieß aus dem Rheintal. Normaler Polentagrieß funktioniert auch, wird aber gelber und etwas süßer. Viele mischen die Hälfte Weizengrieß unter – dann wird der Riebel feiner.

Warum Riebel vor einer Bergtour?

Riebel hält lange satt, ohne schwer im Magen zu liegen – kein Zufall, dass er das Frühstück der Bauern vor der Feldarbeit war. Weitere Ideen für unterwegs gibt es im Beitrag Wanderproviant selbst gemacht, Touren in der Region auf der Seite Wandern in Vorarlberg.

Häufige Fragen

Wie isst man Riebel?

Aus der Schüssel, dazu Apfelmus oder Kompott. Traditionell wird der Riebel mit dem Löffel in eine Schale Milchkaffee getunkt.

Kann man Riebel am Vortag vorbereiten?

Ja, das ist sogar üblich: den Grießbrei am Abend kochen und über Nacht quellen lassen. In der Früh wird er nur noch geröstet.

Ist Riebel glutenfrei?

Nur wenn ausschließlich Maisgrieß verwendet wird und kein Weizengrieß. Mais selbst enthält kein Gluten.

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Rezept: Redaktion wanderland.at · zuletzt überarbeitet am 28. September 2026