Krimmler Wasserfälle – Weg, Eintritt und Anreise
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Krimmler Wasserfälle – Weg, Eintritt und Anreise

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Die Krimmler Wasserfälle im hinteren Salzburger Pinzgau stürzen über drei Stufen 380 Meter in die Tiefe – höher fällt kein anderer Wasserfall in Österreich. Sie liegen am Rand des Nationalparks Hohe Tauern, direkt oberhalb des Ortes Krimml, und lassen sich auf ganzer Länge zu Fuß begleiten. Auf dieser Seite findest du alles für die Planung: Öffnungszeiten, Preise, Gehzeiten, Anreise – und was die berühmte Wasserfallluft tatsächlich kann.

Wie hoch sind die Krimmler Wasserfälle?

380 Meter Gesamtfallhöhe, verteilt auf drei Stufen: den unteren, den mittleren und den oberen Fall. Gespeist werden sie von der Krimmler Ache, die das Schmelzwasser aus dem hinteren Krimmler Achental und den Gletschern der Venedigergruppe herantransportiert. Deshalb tosen die Fälle im Frühsommer am gewaltigsten – im Spätherbst führen sie deutlich weniger Wasser, dafür steht man oft allein an den Aussichtskanzeln.

Betreut wird der Wasserfallweg von der Sektion Warnsdorf des Österreichischen Alpenvereins. Die Wegbenützungsgebühr fließt in Instandhaltung, Naturschutz und Umweltbildung – der Steig ist kein Gemeindeweg, sondern wird laufend gesichert.

Was kostet der Eintritt und wann ist geöffnet?

Der Wasserfallweg ist von 1. Mai bis Ende Oktober durchgehend geöffnet und tagsüber frei zugänglich. Für die Benützung wird an der Kassa eine Gebühr eingehoben:

  • Wasserfallweg: Erwachsene 9,00 €, Kinder von 6 bis 15 Jahren 4,50 €
  • Kombiticket Wasserfallweg + WasserWelten: Erwachsene 15,90 €, Kinder 7,90 €
  • Frei enthalten in Krimmler Gästekarte, Nationalpark Sommercard und SalzburgerLand Card
  • Ermäßigt mit der Zell am See-Kaprun Card (2,– € für Erwachsene, 0,50 € für Kinder)

Stand der Preise: September 2026, Angaben ohne Gewähr – vor der Anreise kurz auf der Seite des Betreibers gegenchecken.

Wie lange dauert der Weg zu den drei Fallstufen?

Vom Parkplatz sind es nur 10 bis 15 Gehminuten bis zum untersten Wasserfall – dieser Abschnitt ist der Grund, warum die Fälle auch für Familien mit kleinen Kindern und für Gäste mit wenig Zeit funktionieren. Wer alle drei Stufen sehen will, folgt dem rund vier Kilometer langen Wasserfallweg weiter bergauf. Er überwindet dabei die vollen 380 Höhenmeter und führt in Serpentinen an mehreren Aussichtskanzeln vorbei, die jeweils einen anderen Blickwinkel auf die Gischt öffnen.

  • Bis zum untersten Fall und retour: rund 30 Minuten
  • Bis zum obersten Aussichtspunkt und retour: gut zwei bis drei Stunden, je nach Tempo und Fotopausen
  • Der Abschnitt bis zum Kürsingerplatz ist behindertengerecht angelegt, dort gibt es auch barrierefreie Sanitäranlagen

Der Steig ist breit und gut gesichert, aber die Gischt hält den Boden über weite Strecken feucht. Schuhe mit griffiger Sohle sind Pflicht, eine leichte Regenjacke sinnvoll – wer nah an die Kanzeln geht, wird nass. Genau das ist ja der Reiz.

Wie komme ich zu den Krimmler Wasserfällen?

Mit dem Auto aus Salzburg und dem Pinzgau: über die Salzachtal Straße B165 via Mittersill und Neukirchen bis Krimml – diese Anfahrt ist mautfrei. Direkt beim Ausgangspunkt gibt es gebührenpflichtige Stellplätze für Pkw und Busse.

Aus Tirol und dem Zillertal: über die Gerlos Alpenstraße, die ganzjährig offen, aber mautpflichtig ist. Die Tageskarte kostet 13,00 € für den Pkw (12,00 € für E-Pkw) und 9,50 € für Motorräder. Die Panoramastrecke mit ihrem Blick auf die Fälle ist für viele Teil des Ausflugs.

Öffentlich: Die Pinzgauer Lokalbahn fährt auf 53 Kilometern und mit 40 Haltestellen von Zell am See bis Krimml, anschließend geht es mit dem Ortsbus oder zu Fuß zum Wasserfallweg. 2026 gibt es auf Teilabschnitten Schienenersatzverkehr – den aktuellen Fahrplan also vor der Fahrt prüfen.

Warum gilt die Luft am Wasserfall als gesund?

Das ist in Krimml kein Werbeversprechen, sondern seit zwei Jahrzehnten Forschungsgegenstand. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg untersucht die Wirkung der zerstäubten Gischt seit 2006. Eine dreijährige Feldstudie maß im Sprühbereich bis zu 300.000 Ionen pro Kubikzentimeter Luft – in gewöhnlicher Naturluft sind es 300 bis 3.000. Die feinsten Wassertröpfchen dringen tiefer in die Atemwege ein als üblicher Sprühnebel.

2007 begleitete die Universität im „Splash Camp Krimml“ 54 Kinder mit leichtem bis mittelschwerem Asthma über drei Wochen; die Ergebnisse erschienen im Journal of Asthma. Eine COPD-Studie der Jahre 2023 bis 2025 zeigte nach rund 14 Tagen Verbesserungen bei Gehstrecke, Atemmuskelkraft und Lebensqualität. Ein Ausflug ersetzt selbstverständlich keine ärztliche Behandlung – aber eine Stunde an der Kanzel tut spürbar gut.

Was lohnt sich rund um die Wasserfälle noch?

WasserWelten Krimml (Oberkrimml 45, 5743 Krimml) liegen direkt am Weg und bündeln drei Bereiche: das Wasserfallzentrum mit Aussichtsterrasse, WasserKino und Swarovski-Fernrohr, das Haus des Wassers mit der Ausstellung „Gesichter des Wassers“ sowie den Wasserpark zum Ausprobieren. Für Familien ist das Kombiticket damit meist die bessere Wahl.

Krimmler Achental: Oberhalb des obersten Falls öffnet sich ein weites, fast ebenes Hochtal. Wer weitergeht, erreicht das Krimmler Tauernhaus – eine der klassischen Talwanderungen der Hohen Tauern und die logische Fortsetzung, wenn ein halber Tag zu wenig ist.

In der weiteren Umgebung passen dazu das Habachtal, Salzburgs Smaragdtal, und unsere Übersicht der wilden Wasser im Nationalpark Hohe Tauern. Wer Schluchten mag, findet in der Liechtensteinklamm im Pongau das steinerne Gegenstück zum offenen Wasserfall.

Wann ist die beste Zeit für den Besuch?

Für maximale Wucht: Juni und Anfang Juli, wenn die Schneeschmelze die Ache füllt. Für Ruhe: früher Vormittag oder später Nachmittag, weil die Reisebusse dazwischen liegen. Für Farbe: die zweite Oktoberhälfte kurz vor Saisonende, wenn die Lärchen im Achental gelb werden. Und wer bei leichtem Regen kommt, hat oft die schönsten Lichtstimmungen und den halb leeren Weg.

Häufige Fragen zu den Krimmler Wasserfällen

Sind die Krimmler Wasserfälle im Winter zugänglich?

Die offizielle Saison des Wasserfallwegs läuft von 1. Mai bis Ende Oktober. Außerhalb dieser Zeit wird der Steig nicht betreut und kann wegen Schnee, Eis, Lawinen- oder Steinschlaggefahr gesperrt sein. Vor einem Besuch im Winterhalbjahr unbedingt die aktuelle Lage beim Tourismusverband Krimml erfragen.

Wie viel Zeit soll ich einplanen?

Für den untersten Fall reicht eine halbe Stunde. Wer den kompletten Wasserfallweg bis zum obersten Aussichtspunkt geht, ist mit Pausen zwei bis drei Stunden unterwegs. Mit WasserWelten und einer Einkehr wird daraus ein entspannter Halbtagesausflug.

Eignen sich die Wasserfälle für Kinder und Kinderwagen?

Ja, der untere Abschnitt bis zum Kürsingerplatz ist behindertengerecht angelegt und damit auch mit Kinderwagen gut machbar. Weiter oben wird der Weg steiler und schmäler – dort ist eine Kraxe die bessere Lösung. Weitere Ideen dazu findest du bei unseren Familientouren in Österreich.

Braucht man Bergschuhe?

Feste Wanderschuhe mit griffiger Sohle genügen. Hochgebirgsausrüstung ist nicht nötig, glatte Sneaker sind auf dem dauerfeuchten Untergrund aber eine schlechte Idee.

Lohnt sich der Besuch auch bei Regen?

Durchaus. Nass wird man an den Kanzeln ohnehin, dafür ist deutlich weniger los und die Fälle führen mehr Wasser. Nur bei Gewitter oder starkem Dauerregen sollte man den Ausflug verschieben – dann steigt die Steinschlaggefahr.

Weiterplanen

Alle Touren rund um Krimml und im übrigen SalzburgerLand findest du auf unserer Wanderkarte Österreich. Und wenn die Krimmler Wasserfälle nur der Auftakt sein sollen: In den Top 20 Wanderzielen in Österreich stehen die nächsten Kandidaten bereits bereit.

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