Das Salzburger Seenland nördlich der Stadt ist die flache Ausnahme in einem Bundesland voller Berge: 14 Gemeinden rund um vier Badeseen, rund 20 Kilometer von Salzburg entfernt, mit einem Wegenetz, das eher zum Gehen und Radeln als zum Steigen einlädt. Für alle, die einen Tag ohne Höhenmeter brauchen – oder mit Kindern unterwegs sind – ist das der nächstgelegene Gegenentwurf zum Gebirge.
Welche Seen gehören dazu?
Mattsee, Obertrumer See, Grabensee und Wallersee. Sie gelten als die wärmsten Badeseen des Landes – flach, weitgehend unverbaut am Ufer und deshalb im Hochsommer deutlich angenehmer als ein Gebirgssee. Die Ufer sind über weite Strecken frei zugänglich, was den Unterschied zu manch anderem Seengebiet ausmacht.
Wer lieber im kalten Wasser schwimmt: Unsere Übersicht der schönsten Bergseen Österreichs führt in die andere Richtung.
Wie wandert und radelt man hier am besten?
Die Region ist sanft hügelig – Buchberg, Haunsberg und Tannberg sind die drei Erhebungen, die den Blick über das Seenbecken bis zu den Alpen freigeben. Die Radwege führen weitgehend am Seeufer entlang, die Wanderwege durch Buchenwälder und über die Hügel. Beides lässt sich kombinieren: mit dem Rad zwischen den Seen, zu Fuß auf den Aussichtsberg.
Eine Eigenheit der Region sind die 23 Wiegeliegen, die an ausgesuchten Aussichtspunkten aufgestellt sind – Liegen zum Sitzenbleiben, nicht zum Durchgehen. Sie sind der Grund, warum man hier für eine kurze Runde oft länger braucht als geplant.
Was hat es mit den Kräutergärten auf sich?
Das Seenland hat sich früh auf Kräuter spezialisiert. Ein eigener Radweg verbindet unter dem Titel „Von Kräutergarten zu Kräutergarten“ die Gemeinden der Region; unterwegs gibt es Kräutergärten bei den Gastgebern, Führungen und Workshops. Für Familien ist ein Kinderquiz entlang der Strecke eingerichtet.
Wer Kräuter nicht nur anschauen, sondern selbst sammeln will, sollte vorher wissen, was erlaubt ist und was nicht – das steht in unserem Beitrag Wildkräuter beim Wandern sammeln.
Lohnt sich die Seenland Card?
Sie gilt bei den ausgewiesenen Mitgliedsbetrieben der Region und enthält unter anderem den Eintritt in die Seenland-Strandbäder sowie Ermäßigungen bei Ausflugszielen wie dem Tierparadies Gut Aiderbichl oder der Trumer Welt in Obertrum. Wer mehrere Tage bleibt und die Bäder nutzt, hat sie rasch heraußen. Den aktuellen Leistungsumfang bekommt man beim Gastgeber – er wechselt saisonal.
Wann ist die beste Zeit?
Für das Baden Juli und August, weil die flachen Seen dann wirklich warm sind. Fürs Radeln und Wandern Mai, Juni und September – weniger Betrieb an den Ufern, angenehmere Temperaturen auf den Hügeln. Im Herbst kommt der Bauernherbst mit Festen in den Gemeinden dazu, im Winter bleibt die Region auffallend ruhig.
Häufige Fragen zum Salzburger Seenland
Wie weit ist es von der Stadt Salzburg?
Rund 20 Kilometer – mit dem Auto eine gute halbe Stunde, mit dem Rad ein Halbtagesausflug. Damit ist das Seenland auch für einen Nachmittag machbar.
Eignet sich die Region für Familien?
Besonders. Flache Wege, kurze Distanzen zwischen den Seen, warme Badestellen und mit Gut Aiderbichl ein Schlechtwetterziel. Weitere Ideen stehen bei unseren Familientouren in Österreich.
Gibt es Berge zum Wandern?
Keine Gipfel im alpinen Sinn, aber mit Buchberg, Haunsberg und Tannberg drei Aussichtsberge, die sich in ein bis zwei Stunden begehen lassen. Wer richtige Höhenmeter will, fährt eine Stunde weiter in den Tennengau oder Pinzgau.
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Alle Touren im Bundesland auf der Regionsseite Salzburg, geografisch sortiert auf der Wanderkarte Österreich.
Unterkunfts-Tipp: Ein idealer Ausgangspunkt für Touren im Salzburger Land und rund um den Untersberg ist die Ferienwohnung Untersbergblick in Puch bei Salzburg – ruhige Lage mit Blick auf den Untersberg.