Das Pitztal zieht sich rund 40 Kilometer vom Inntal nach Süden und endet in Mittelberg am Fuß der Ötztaler Alpen. Es ist eines der stillsten der großen Tiroler Seitentäler – und gleichzeitig jenes mit den höchsten Zahlen: Am Talschluss liegt der Pitztaler Gletscher, darüber führt die höchste Seilbahn Österreichs auf den Hinteren Brunnenkogel.
Was ist das 3440?
Die Wildspitzbahn bringt Besucher auf 3.440 Meter zum Hinteren Brunnenkogel – der höchstgelegene mit einer Seilbahn erreichbare Punkt Österreichs. Oben stehen eine Aussichtsplattform und das Café 3440, Österreichs höchstes Kaffeehaus. Der Rundblick reicht bei klarer Sicht von der Zugspitze über die Allgäuer Alpen und die Silvretta bis zu den Stubaier Alpen und in die Dolomiten.
Für Wanderer ist das weniger eine Tour als ein Aussichtsziel: Man fährt hinauf, geht die Plattform ab und wieder zurück. Als Einstieg in die Hochgebirgswelt für Menschen, die keine Gletschertour gehen wollen, funktioniert es aber gut – und für Kinder ist der Höhenunterschied zwischen Talstation und Gipfelstation ein Erlebnis für sich.
Wo wandert man im Pitztal?
Zwei Gebiete teilen sich das Tal:
- Rifflsee am hinteren Talende, mit der Rifflseebahn erreichbar – der Bergsee ist der Ausgangspunkt für Höhenwege mit Blick auf die Gletscher der Ötztaler Alpen
- Hochzeiger bei Jerzens im mittleren Tal – sanfteres Gelände, Almen, und das Gebiet, in dem die Familienrouten liegen
Über allem steht die Wildspitze mit 3.768 Metern, der höchste Berg Tirols. Sie ist eine Hochtour mit Gletscherausrüstung und Führung – kein Ziel, das man von einer Wanderung aus mitnimmt, aber der Grund, warum das Tal in der Bergsteigergeschichte einen Namen hat.
Und im Winter?
Der Pitztaler Gletscher ist das höchste Skigebiet Österreichs und dank der Höhenlage eines der schneesichersten – die Saison reicht weit in den Herbst und in den Frühling hinein. Für uns als Wanderportal ist die andere Seite interessanter: geräumte Winterwanderwege im Tal, Schneeschuhgelände am Hochzeiger und die Bergbahnen als Aufstiegshilfe. Passende Routen stehen bei unseren Winterwanderungen in Tirol.
Sobald es abseits geräumter Wege geht, gilt: erst Lawinenlagebericht Tirol lesen, dann losgehen. Die Grundlagen dazu stehen in unserer Lawinenkunde für Winterwanderer.
Häufige Fragen zum Pitztal
Kann man das 3440 auch im Sommer besuchen?
Ja, die Wildspitzbahn ist auch im Sommer in Betrieb – mit Unterbrechungen für Revisionszeiten. Die aktuellen Betriebstage stehen beim Betreiber; oben herrschen auch im Juli winterliche Temperaturen, warme Kleidung gehört in den Rucksack.
Braucht man für 3.440 Meter eine Akklimatisierung?
Für den Aufenthalt an der Plattform nicht, wohl aber Ruhe: Die Auffahrt geht schnell, die dünnere Luft merkt man beim Gehen sofort. Wer Kreislaufprobleme kennt, lässt es oben langsam angehen.
Ist das Pitztal ohne Auto erreichbar?
Ja. Vom Bahnhof Imst-Pitztal fährt ein Linienbus durch das gesamte Tal bis Mittelberg. Wegen der Tallänge lohnt es sich, die Fahrzeiten in die Tourenplanung einzurechnen.
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Weitere Touren im Bundesland stehen auf der Regionsseite Tirol, geografisch sortiert auf der Wanderkarte Österreich.