Das Kleinwalsertal ist eine geografische Kuriosität: Es gehört zu Vorarlberg, ist aber vom übrigen Österreich durch die Berge abgeschnitten und nur über Oberstdorf in Deutschland erreichbar. Diese Lage hat das Tal geprägt – und sie ist der Grund, warum es sich im Winter deutlich ruhiger anfühlt als andere Talschaften der Allgäuer Alpen.
Was geht abseits der Piste?
Winterwandern vor allem. Die Talböden von Riezlern, Hirschegg, Mittelberg und Baad sind über geräumte Wege verbunden, sodass sich Strecken beliebig verlängern lassen – man geht in eine Richtung und fährt mit dem Bus zurück. Dazu kommt Schneeschuhgelände oberhalb der Waldgrenze, das nur mit entsprechender Lawinenkenntnis betreten werden sollte.
Kann man mit Schlittenhunden fahren?
Im Tal gibt es ein Husky-Camp, in dem Gespannfahrten angeboten werden – meist mit einer Einführung zu Hund und Schlitten, bevor es losgeht. Wer ein Gespann selbst lenkt, heißt Musher; für Kinder ist das der Programmpunkt, der von einem Winterurlaub übrig bleibt. Angebot, Termine und Altersgrenzen ändern sich saisonal, also vorher anfragen.
Ein Hinweis, der dazugehört: Schlittenhunde sind Arbeitstiere, keine Attraktion. Seriöse Anbieter begrenzen Distanz und Gewicht, legen Pausen ein und erklären das auch. Wer den Eindruck hat, dass die Tiere nur abgefertigt werden, sollte den Anbieter wechseln.
Wie kommt man hin?
Über Oberstdorf. Mit der Bahn bis Oberstdorf, dann mit dem Walserbus ins Tal – der fährt engmaschig und ist für Gäste in der Regel im Gästekartensystem enthalten. Eine Straßenverbindung ins übrige Vorarlberg gibt es nicht.
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Vor jeder Tour abseits geräumter Wege gehört der Lawinenlagebericht Vorarlberg gelesen; die Grundlagen dazu stehen in unserer Lawinenkunde für Winterwanderer. Alle Touren des Bundeslands auf der Regionsseite Vorarlberg.