Das Alpbachtal zweigt bei Brixlegg vom Inntal ab und führt in die Kitzbüheler Alpen. Es ist bekannt für seine geschlossene Holzbauweise – und für ein Gelände, das sich gut über mehrere Tage gehen lässt: weiche Grasberge statt Fels, ein dichtes Netz bewirtschafteter Hütten, und Gipfel, die man ohne technische Ausrüstung erreicht.
Warum eignet sich das Tal für Mehrtagestouren?
Drei Gründe. Erstens die Höhenlage: Die Gipfel liegen meist zwischen 1.800 und 2.100 Metern, damit ist die Saison lang und die Ausrüstung überschaubar. Zweitens die Hüttendichte – Etappen lassen sich kurz halten, was Mehrtagestouren auch für Einsteiger machbar macht. Drittens die Erschließung im Tal: Wer eine Etappe abbrechen muss, kommt fast überall mit dem Bus zurück.
Wandern über mehrere Tage verändert das Gehen: Ab dem zweiten Tag denkt man nicht mehr in Kilometern, sondern in Tageslicht. Genau das ist der Unterschied zu einer Reihe einzelner Tagestouren.
Was gehört auf eine Hüttentour?
- Hüttenschlafsack – auf bewirtschafteten Hütten Pflicht
- Reservierung, auch unter der Woche; spontan geht in der Hochsaison selten
- Bargeld, weil nicht jede Hütte Karten nimmt
- Stirnlampe und ein Ersatz-Shirt, mehr Wechselkleidung braucht es nicht
Was macht das Alpbachtal sonst aus?
Die Almwirtschaft. Man geht hier fast durchgehend durch bewirtschaftetes Gelände – zwischen Almkühen, an Zäunen entlang, auf Wegen, die zuerst Wirtschaftswege waren. Für die Einkehr heißt das: frische Milch und Kaiserschmarrn sind keine Folklore, sondern das, was auf der Alm ohnehin da ist. Für Wanderer heißt es: Weidetore schließen und Abstand zu Mutterkühen halten.
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Das benachbarte Hochtal beschreiben wir unter Wildschönau. Alle Touren des Bundeslands auf der Regionsseite Tirol, geografisch sortiert auf der Wanderkarte Österreich.